Medikamente gegen Bluthochdruck.

Diuretika

Diurese kommt aus dem Griechischen und bedeutet soviel wie "ausharnen".

Diuretika werden bei Bluthochdruck und Herzinsuffizienz angewendet, um überschüssiges Gewebswasser (bspw. in Form von Ödemen) über den Harn auszuscheiden.

Der komplizierte Regelkreis findet in den Nieren statt und sorgt über die an Ionen der Mineralstoffe Natrium und Kalium gebundene Ausscheidung von Wasser (der Natriumgehalt nimmt ab) letztlich für eine Entlastung des Herzens und eine Verringerung des Blutdrucks.

Es gibt drei verschiedene Arten von Diuretika, die sich nach Wirkart und Molekülstruktur voneinander unterscheiden:

Schleifendiuretika

  • Bumetanid (Fordiuran®, Burinex®)
  • Piretanid (Arelix®, Piretanid)
  • Etacrynsäure (Hydromedin®)
  • Furosemid (Lasix®, Furorese)
  • Torasemid (Torem®, Unat®, Toacard®)

Thiazide

  • Hydrochlorthiazid (Disalunil®, Esidrix®)
  • Indapamid (Inda Puren®, Natrilix®, Sicco®)
  • Chlorthalidon (Hygroton®)
  • Xipamid (Aquaphor®, Aquex®)

Kaliumsparende Diuretika

  • Kaliumcanrenoat (Aldactone®)
  • Spironolacton (Aldactone®, Duraspiron®, Verospiron®)
  • Triamteren (Arumil®)
  • Eplerenon (Inspra®)
  • Amilorid (Jatropur®)

Während bei Schleifendiuretika und Thiaziden vermehrt Blutsalze ausgeschieden werden und so lebensbedrohliche Elektrolytstörungen wie eine Hypokaliämie (Kaliummangel im Blut), eine Hypocalciämie (Kalziummangel im Blut) oder Hyponatriämie (Natriummangel im Blut) und auch Magnesiummängel auftreten können, sind bei kaliumsparenden Diuretika eher erhöhte Kaliumspiegel zu erwarten, die in schweren Fällen bis zum Herzstillstand führen und demnach ebenfalls lebensbedrohliche Ausmaße annehmen können.

Bei der Einnahme von Diuretika ist daher die regelmäßige, ärztliche Kontrolle der Blutsalze / Elektrolytspiegel unablässig!

Allgemein sind bei der Einnahme von Diuretika folgende Nebenwirkungen möglich:

  • Allergische Reaktionen bis zum anaphylaktischen Schock
  • Übelkeit und Erbrechen, Magen-Darm-Beschwerden
  • Elektrolytstörungen (betreffend Natrium, Kalium, Kalzium, Magnesium). Die Blutsalze werden erhöht oder erniedrigt (je nach Mittel)
  • Bauchspeicheldrüsenentzündung
  • Veränderungen des Hautbilds
  • Erhöhte Blufettwerte ("schlechtes" LDL-Cholesterin, Triglyzeride)
  • Veränderungen des Blutbilds (bspw. Anämie = "Blutarmut")
  • Brustwachstum beim Mann (Gynäkomastie), Impotenz
  • Ausbleiben der Monatsregel und Zwischenblutungen bei Frauen
  • Taubheit (dauerhaft oder temporär)
  • Verwirrtheit, dazu Schwindel und Kopfschmerzen
  • Erhöhtes Thromboserisiko

Diuretika sollten während Schwangerschaft und Stillzeit nicht eingenommen werden. Die Kombination mit blutdrucksenkenden Arzneimitteln aus der Gruppe der ACE-Hemmer und AT1-Antagonisten kann die Gefahr des Auftretens einer Hyperkaliämie nochmals erhöhen. Bei Natriummangel oder Elektrolytstörungen dürfen Diuretika ebenfalls nicht angewendet werden.

Eine Übersicht über alternative Behandlungsmethoden bei Blutochdruck finden Sie hier (bitte anklicken!)!

 

Sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Heilpraktiker gerne auch über eine mögliche, nebenwirkungsfreie Anwendung von

Adiument® 3 zur Behandlung von Bluthochdruck (bitte anklicken!).