Blutdruck

Blutdruck

Eine regelmäßige Kontrolle des Blutdrucks ist gerade älteren Menschen zu empfehlen.

 

Als optimaler Blutdruck gilt ein Wert um 120/80 mmHg. mmHg bedeutet Millimeter Quecksilbersäule und bezieht sich auf ein nicht mehr genutztes Messverfahren mit Hilfe eines Quecksilber-Barometers zur Druckmessung. Die Einheit wurde schlicht beibehalten und kann mit modernen Messgeräten auch ohne giftigen Quecksilbergehalt bestimmt werden.

Der tierische / menschliche Organismus reguliert den Druck seines Blutes vor allem über Herztätigkeit und die Beschaffenheit der Blutgefässe. Der bei einem zu schnellen Herzschlag (Pumpfunktion) entstehende Überdruck kann bspw. durch eine Weitstellung der Gefäße kompensiert werden. Derartige Effekte wiederum werden durch ein kompliziertes biochemisch-, und enzymatisch gesteuertes Regelsystem hervorgerufen.

Der Körper versucht jederzeit, einen der Situation angemessenen Druck bereitzustellen. Dieser Wert ist bei Bewegung (Muskeln benötigen mehr Energie und Sauerstoff) höher als zum Beispiel in sitzender Position. Schwankungen des Blutdrucks sind daher nichts Besonderes, auch über die geltenden Grenzwerte hinaus (die sich auf eine entspannt sitzende oder liegende Person beziehen) zum Beispiel in Situationen der körperlichen Betätigung / Sport oder bei emotionaler Anspannung (der Körper wird in einen "Fluchtmodus" versetzt).

Im Schlaf erfolgt dann eine sogenannte Nachtabsenkung des arteriellen Gefäßdrucks. Ist diese Absenkung bei einem betroffenen Patienten nicht vorhanden, besteht der Bluthochdruck oft schon über längere Zeit oder es liegen weitere Erkrankungen zugrunde.

Die Gründe für Bluthochdruck sind demnach vielfältig und finden sich in Nährstoffmängeln oder Ernährungsfehlern (bspw. nicht genügend Kalium um eine gesunde Herzfunktion zu garantieren oder zu wenig Stickoxid um die Arterien weit zu stellen oder eine zu salzreiche Kost), starkem Übergewicht (das Herz muss übermäßig stark pumpen, um die Körpermasse zu versorgen) oder Erkrankungen der Niere, des Hormonsystems und des Herzens. Rauchen oder Drogenmißbrauch, auch starker Koffeinkonsum können den Blutdruck ebenso erhöhen, wie psychosomatische oder psychiatrische Ursachen.

Gefährlich ist dann vor allem:

  • ein kurzfristig sehr hoher Blutdruck, die sogenannte Hypertensive Krise bzw. ein hypertensiver Notfall mit Werten über 230 / 120 mmHg (Blutgefässe und Organe können nachhaltig geschädigt werden oder sogar platzen)
  • ein dauerhaft erhöhter Blutdruck mit Werten über 140/90 mmHg (die Gefäße "leiern" aus bzw. verlieren Ihre Elastizität. Die Folge ist meist eine Schädigung des Herzens).