Blutdruck-Werte

Blutdruck-Werte

Erhöhte Blutdruckwerte sollten zeitnah behandelt werden, um Folgeschäden an Herz und Gefäßen zu vermeiden.

 

Da das Herz Blut in Wellenbewegungen durch den Körper pumpt, gibt es zwei verschiedene Blutdruckwerte, die im Rahmen einer Blutdruckmessung von Bedeutung sind.

  • Die Systole (oberer Wert) drückt den jeweils höchsten Wert des Gefäßdrucks während eines Pumpvorgangs aus.
  • Die Diastole (unterer Wert) zeigt den geringsten Druck innerhalb der Arterien während einer Pumphase an, die Gefäße sind erschlafft.

Bei einem gesunden Blutdruck befinden sich beide genannten Kenzeichen im definierten Normbereich. Bei Abweichen nur eines Wertes liegt bereits ein Bluthochdruck vor. Man nennt dies isoliert systolische oder diastolische Hypertonie (der jeweils andere Wert befindet sich im Normbereich).

Gemessen wird der Blutdruck in mmHg - Millimeter Quecksilbersäule.

Die bestehenden Grenzwerte wurden in den vergangenen Jahren immer weiter abgesenkt (bis zu Werten von 120 / 80 mmHg). Nach Auswertung einiger bedeutender Studien wurde der Grenzwert dann wieder angehoben auf den heute relevanten Wert von 140 / 90 mmHg. Die Sterblichkeit, insbesondere bei älteren Menschen, war nämlich bei einem zu stark abgesenkten Blutdruck höher als in der Vergleichsgruppe mit Werten bis 140 / 90 mmHg. Warum ist unbekannt.

Die heute geltenden Grenzwerte sind also keineswegs fix und unterliegen ständiger, wissenschaftlicher Betrachtung und Weiterentwicklung.

Die gängige Einteilung lautet wie folgt:

  • Optimal < 120 mmHg / < 80 mmHg
  • Normal bis 130 mmHg / 85 mmHg
  • Hoch-Normal bis 140 mmHg / 90 mmHg
  • Hypertonie Grad I (milder Bluthochdruck) bis 160 mmHg / 100 mmHg
  • Hypertonie Grad II (mittelschwerer Bluthochdruck) bis 180 mmHg / 110 mmHg
  • Hypertonie Grad III (schwerer Bluthochdruck) über > 180 mmHG / > 110 mmHg