Die Aminosäure L-Arginin. Erweitert als Stickstoff-Quelle die Blutgefässe. Bei Bluthochdruck, Potenzstörungen, ...

L-Arginin ist eine proteinogene Aminosäure, was bedeutet, dass Arginin einer der Bausteine von Eiweiss(Protein)-Molekülen ist. Arginin gilt als semi-essentiell, damit lebensnotwendig, muss aber laut vorherrschender Meinung nicht zwangsläufig über die Nahrung in unseren Körper eingebracht werden, da dieser es bis zu einem gewissen Grad selber herstellen kann.

Eine ganze Reihe von neuerlichen Untersuchungen gehen davon aus, dass die körpereigene Arginin-Synthese tatsächlich nicht in der Lage ist, für gesunde Körperfunktionen ausreichende Mengen an Arginin zu produzieren. Arginin ist nämlich die einzige Aminosäure, die über ihren Stickoxid-Gehalt den Gefäßtonus steuern kann und sich damit besonders positiv auf den Blutdruck und die gesamte Durchblutung des menschlichen Körpers auswirkt (Arterien werden "weit" gestellt, es kann mehr Blut fliessen, der Gefäßdruck sinkt.)

Gerade bei unphysiologischen Körperzuständen ist es dem Organismus wegen geringer Arginin-Zufuhr über die Nahrung oft nicht möglich, ausreichend Stickoxid (NO) aus der begrenzt verfügbaren Aminosäure bereit zu stellen. Die Arterien werden so nicht in die Lage versetzt, sich zu weiten. Die erwünschte Blutzufuhr verringert sich. Der Druck in den angespannten Gefäßen steigt und schädigt diese nachhaltig!

Angesichts des Wirkmechanismus von Arginin ist das Anwendungsgebiet einer zusätzlichen Aufnahme klar definiert. So wird der Blutdruck normalisiert, einer erektilen Dysfunktion entgegengewirkt und es kommt zu einer allgemein besseren Durchblutung. Dazu wirkt Arginin einem Diabetes mellitus Typ 2 effektiv entgegen aufgrund seiner Eigenschaft, die Zerstörung von Bauchspeicheldrüsenzellen zu verhindern und gleichzeitig die Insulinsekretion zu erhöhen. Besonders reich an Arginin sind Nüsse (Erdnüsse, Walnüsse), Hülsenfrüchte wie Erbsen und Bohnen, Samen und Kerne wie Kürbis- oder Pinienkerne, aber auch Haferflocken und Geflügelfleisch. Es ist also, bei einer sehr gesunden und abwechslungsreichen Ernährungsweise durchaus möglich, ausreichende Mengen an Arginin täglich aufzunehmen.

Leider ist es aber in der Realität so, dass besonders Arginin-haltige Speisen heutzutage kaum noch regelmäßig oder in so ausreichend großen Mengen verzehrt werden, wie es noch zu Zeiten unserer Großeltern der Fall gewesen sein muss.

Um seine positiven Eigenschaften zu entfalten, gilt eine zusätzliche Mindestaufnahme von 2 Gramm pro Tag als relevantes Minimum. Die Portionsgrößen sind bei natürlichen Arginin-Quellen daher auch verhältnismäßig groß. Es bietet sich demnach bei Vorhandensein eines spezifischen Arginin-Mangels eine Ergänzung des Speiseplans mit entsprechenden, diätetischen Lebensmitteln an.

Arginin ist bei Verzehr als Reinform im Allgemeinen gut verträglich. Gelegentlich kommt es im Anfangsstadium zu leichten Verdauungsbeschwerden, die aber in der Regel rasch verschwinden. Empfehlenswerterweise wird Arginin daher zu den Mahlzeiten eingenommen. 

Wichtig ist es auch, darauf zu achten, dass entsprechende Präparate (wie Adiument®3) die auf Grundlage von Getreide über Fermentation gewonnene Arginin-Base enthalten (mit einem fast 100%igem Arginin-Gehalt) und nicht das minderwertige Argininhydrochlorid.


Weitere, blutdrucksenkende Nährstoffe:

Hibiskus

(Teepflanze)

Kalium

(Mineralstoff)